Muskuläre Triggerpunkte -
Definition, Ursachen, Symptome

Definition


Triggerpunkte sind druckschmerzhafte und entzündliche Regionen innerhalb muskulärer Verspannungen, die Schmerzen in nahezu allen Körperregionen hervorrufen können. Durch eine Umschaltung im Rückenmark wird der Schmerz vom Patienten in der Regel nicht im betroffenen Muskel selbst, sondern mehr oder weniger weit entfernt empfunden.

Dieses Phänomen wird muskulärer Übertragungsschmerz genannt - es ist quasi der Schlüssel zum Verständnis in der Triggerpunkt-Medizin.

So ist zum Beispiel ein Muskel auf dem Schulterblatt in der Lage Schmerzen in Schulter, Ellenbogen, Handgelenk und Hand, ein Muskel in der Wade Schmerzen unter dem Fuß, in der Ferse und im Knie hervorzurufen. Kopf- und Nackenschmerzen sowie Migräne können von Muskeln der Nacken- und Halsregion verursacht werden.

Da muskuläre Triggerpunkte überall Schmerzen auslösen können, sollten Sie in der Differentialdiagnostik von Schmerzen beachtet werden. Diagnose und Therapie laufen Gefahr fehlgeleitet zu werden, wenn der Ort des Schmerzes und nicht der Ort der Ursache im Fokus steht.

In der Abbildung sehen Sie mögliche Ausstrahlungsbereiche des grün dargestellten Trapezmuskels. Je nach Lage des Triggerpunktes variiert die in rot eingefärbte Schmerzregion.



Ursachen


Verspannungen und damit muskuläre Triggerpunkte können eine Vielzahl von Ursachen haben. Die Auslöser können in manchen Fällen klar als einmaliges auslösendes Ereignis benannt werden, in anderen Fällen sind chronische Überlastungen ursächlich.


Mögliche Ursachen muskulärer Triggerpunkte
(ohne Anspruch auf Vollständigkeit)



  • akute und chronische Belastungen (Beruf, Sport, …)
  • Fehlhaltungen (angeboren, erworben)
  • Trauma, Sturz und Beinahesturz
  • Haltepositionen (Beruf, Hausarbeit, Garten)
  • Immobilisation (Schlaf, Auto, Flugzeug, Gips)
  • Infekte (grippal, Herpes zoster)
  • Zugluft, Feuchtigkeit, Kälte
  • Stress, Sorgen, Depressionen
  • Schlafpositionen
  • Operationen (Lagerung, Schmerzen, Schonhaltung)
  • Primäre Erkrankungen mit Steigerung des Muskeltonus und/oder erhöhtem Schmerzempfinden
  • Schlafpositionen

Triggerpunkte können begleitend zu primären Erkrankungen entstehen, so dass eine therapeutische Begleitung chronischer Erkrankungen in manchen Fällen sinnvoll sein kann.



Symptome


Die meisten unserer Triggerpunkt-Patienten suchen uns wegen chronischen Schmerzen auf. Die Schmerzstärke durch Muskel-Triggerpunkte kann in manchen Fällen die Schmerzstufe 10 auf der Skala von 0 bis 10 in einer Phase akuter Aktivität durchaus erreichen. Viele unserer Patienten berichten von Schmerzstufen zwischen 3 und 8. Die Schmerzhöhe allein vermag allerdings das persönliche Leiden durch den Schmerz oft nur eingeschränkt wiederzugeben. So kann ein Schmerz in der Höhe 3 durch sein kontinuierliches Auftreten sehr zermürbend sein und einen hohen Leidensdruck bedeuten.

Unsere Patienten geben den Schmerzcharakter oft als schwer erträglich an und beschreiben ihn als dumpf-ziehend, manchmal auch als spitz-einschießend oder brennend.

Einigen fällt es schwer den genauen Schmerzort anzugeben, die Schmerzen werden als "diffus" bezeichnet und mit kreisenden Handbewegungen beschrieben was typisch für den muskulären Übertragungsschmerz ist. Andere Patienten können ihren Schmerz punktuell lokalisieren. Die muskuläre Verspannung kann durch den erhöhten Zug auf ihre Ansatzpunkte einen Reizustand hervorrufen, der einen lokalisierten Schmerz bedingt. So können Schleimbeutel, Sehnen und Sehnenscheiden infolge hoher Triggerpunkt-Aktivitäten Entzündungen entwickeln.

Betroffene Muskeln fühlen sich mitunter schmerzhaft und verspannt an. Ihre Funktion (Kraft, Bewegung) ist dann gestört. Muskelkrämpfe und Muskelzuckungen können auftreten.
Aber auch alle tieferen Strukturen, die im Übertragungsschmerzgebiet eines Triggerpunktes liegen, können mit unterschiedlichsten Schmerzen, Entzündungen und Funktionsstörungen reagieren.

Der zeitliche Verlauf kennzeichnet sich bei vielen Patienten durch schmerzhafte und schmerzfreie Intervalle. Die Intervalllänge varriert dabei sehr stark. So berichtet der eine von einer Schmerzzunahme im Laufe des Tage, während ein anderer unter einer monatlich auftretenden Migräne leidet. Manche Patienten werden nachts wach von ihren Schmerzen, andere beschreiben einen morgendlichen Anlaufschmerz.

Eine Verbesserung/ Verschlechterung der Symptome kann oft in Abhängigkeit von körperlichen oder seelischen Belastungen angegeben werden, möglich ist aber auch eine scheinbar willkürliche Schwankung der Schmerzhöhe.

Mögliche durch Triggerpunkte ausgelöste Symptome
(ohne Anspruch auf Vollständigkeit)



  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Gesichtsschmerzen
  • Nacken-Schulter-Arm-Probleme
  • Tennis- und Golferellenbogen
  • Daumen- und Fingerschmerzen
  • Schmerzen von Brustkorb und Rippen
  • Bauchschmerzen ohne Befund
  • Schmerzen bei Magen-Darm-Störungen
  • Rücken- und Gesäßschmerzen
  • Hüftgelenks- und Leistenschmerzen
  • Knie- und Meniskusprobleme
  • schmerzhafte Wadenkrämpfe
  • Fuß- und Zehenschmerzen
  • Fersenschmerz
  • Gelenkschmerzen und Gelenkblockierungen
  • Schmerzen bei Arthrose
  • Schmerzen nach Gürtelrose
  • Schmerzen bei Fibromyalgie
  • Phantomschmerz
  • Schmerzen nach Unfällen, beim Sport und am Arbeitsplatz
  • Schlafpositionen

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